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Wann ist Pränatale- oder Geburtstherapie hilfreich?


Pränatale- und Geburtstherapie - Therapie auf körperlicher und emotionaler / psychischer Ebene


Schwangerschaft und Geburt sind die sensibelste und prägendste Zeit für einen Menschen. Die Art und Weise der Erfahrungen aus der Zeit vor (Pränatal), während der Geburt (Perinatal) oder kurz danach prägen sich in den Zellen ein und werden im Körpergedächtnis gespeichert. Diese Erinnerungen sind nicht bewusst abrufbar. Sie prägen aber den Blick auf die Welt und drücken sich so in der Art und Weise eines Menschen, Beziehungen zu leben oder auch in seinem Verhältnis zur ihn umgebenden Welt aus. Als Neugeborenes, Kind und Erwachsener.

In dieser frühen Zeit schwierig erlebte Gefühle, Ereignisse oder körperliche Erfahrungen können den Alltag von Kind und Familie oder das Leben eines Menschen generell deutlich beeinflussen und auch erschweren. Sie wirken wie eine Brille, durch die Mensch das Leben betrachtet.

In einer Therapiestunde schaffe ich durch einen achtsamen sicheren Rahmen die Voraussetzungen, um solche schwierigen Erfahrungen aus der ganz frühen Zeit und damit verbundene Emotionen und Körpergefühle zunächst in kleinen Abschnitten zu erinnern.

In Familiensitzungen weinen Babys dann vielleicht viel und zeigen ihre Gefühle zur besprochenen Situation. Eltern kommen mit Unterstützung hier oft an den Punkt, bewusst zu verstehen, warum das Baby/ Kind genau so reagiert. Allein das bewusste Mitfühlen und verstehen durch die Eltern schafft oft Entspannung und Entlastung.

Ein nächster Schritt kann das Erkennen daraus resultierender "Überlebensstrategien"/ Muster sein. Kinder zeigen sie oft so lange, bis sie damit gesehen und verstanden werden. Erwachsene wägen bewusst ab, ob sie jetzt noch nützlich sind oder eher hinderlich. Sie können sich entscheiden, jetzt etwas Neues zu probieren, neue Wege zu gehen. Damit sind alte Muster nicht sofort "weg" aber oft recht schnell weniger dominant.
Die Therapiesitzungen haben das Ziel, nicht nur im Denken, sondern vor allem auf körperlicher Ebene wahrzunehmen, wie sich das Neue im Vergleich zum Alten anfühlt.

Solche Prozesse eröffnen neue Handlungsmöglichkeiten im Alltag, in Beziehungen zu anderen und zu sich selbst und damit mehr Freiheit.

Literaturempfehlung

„Auf die Welt gekommen“; Ulrich Leutner Verlag 2000, Hrsg. Thomas Harms. (mit Artikeln u.a. von William Emerson, Raymond Castellino, Claudia Köhler)